Where classy meets sporty


Wie Menashion plötzlich zum lokalen Dealer wurde.

Kein Kommentar
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DU HAS(S)t DIE WAHL.

An jeder Straßenecke wird mir irgendein provakanter Satz ins Gesicht gehauen, es ist unmöglich NICHT mitzubekommen: Es ist Zeit sein Kreuzchen zu setzen.
Eine kurze Annekdote zu diesem Thema:
Montag Abend ist bei uns IMMER Familien Abend.

Ich gebe zu, dass ich mich politisch nicht immer so uptodate halte, wie ich es eigentlich sollte.
Aber trotzdem würde ich NIE versemmeln, mich (wenn vielleicht auch auf den letzten Drücker) RECHTZEITIG mit dem zu beschäftigen, was wichtig ist.

Denn ich habe die Wahl.
Wie ich schon in meinem letzten Blog gestehen musste, bin ich manchmal etwas überschwänglich auf Effizienz gepolt.

Mir kam die großartige Idee:
Wie wäre es den Familien-Abend mit einem Wahlvorbereitungsprogramm zu verbinden. (EIN Abend für ZWEI wichtige Dinge genutzt, hehe)

Nicht primär aus Gemütlichkeit (vielleicht ein gaaanz bisschen, man muss sich ja zu helfen wissen), sondern eher um eine Grundlage zur Diskussion zu legen, teilte ich jedem Familienmitglied eine Partei zu – die es zu präsentieren galt.

100 Punkte, der Abend verlief GENIAL.

Ich habe nun das Wahlprogramm aller wichtigen Parteien intus UND dank wilder Diskussionen wurden meine Meinungen wurden von Grund auf hinterfragt.

Und wie?

Eigentlich ging es immer um die Probleme.
Und dann um die Behandlung oder Behebung.
Und dann wurde ganz oft klar, dass meine theoretische Lösung in der Praxis überhaupt nicht umsetzbar ist.

Und hier habe ich plötzlich etwas kapiert, was mir vorher nie SO bewusst war.

Ich war die Ganze Zeit darauf bedacht, wie WIR HIER mit den vielen Herausforderungen umgehen sollen: Energieversorgung, Massen-Kosum, Kinderarbeit, Ausbeutung …
Doch was mindestens GENAUSO wichtig ist, sind die Ursprungsgebiete – die BRENNPUNKTE.
Was kann man dort machen??
Sollte man Entwicklungsunterstützungen senden? Gelder? Experten? Mehr Projekte?

Vorschlag: Am besten sollte das „die Weisheit mit Löffeln gefutterte“ Deutschland hereinspazieren und den neuen Masterplan der ab sofort geltenden Änderungen ans schwarze Brett in Syrien nageln. Dann wird ein Flieger mit lauter deutschen Kartoffeln und Safari Hüten hinterher geschickt und sorgt für Recht und Ordnung sorgen. Guter Plan?

Klar – das war jetzt etwas übertrieben ausgedrückt, aber du verstehst was ich meine. 🙂
Jedes Land ist irgendwie auch ein Land für sich. Es gehört „sich selbst“!
Andere Länder können und dürfen da nur bedingt mitmischen.

Aber müssen deshalb manche Länder nun weiterhin leiden und notgedrungen ihre wunderbaren Ressourcen und Leistungen zu Spottpreisen an uns dekadenten Westler abtreten?

Manchmal dachte ich, wenigstens können Sie irgendwas verkaufen. Wenn der Schuhmacher dieser NIKES wenig verdient – ist das nicht noch besser als gar nichts? Denn an Alternativjobs mangelt es ja offenbar auch!

 

“Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.”

Dieser Satz traf mich.

NEIN, es ist nicht besser. Denn es ist nicht GUT GENUG.

Gut genug bedeutet, dass jeder Mensch würdig und anerkennend bezahlt wird, für das was er tut.

Und wenn wir nicht aufhören in SONSTWO unseren Kram für viel zu billig zu kaufen, dann wird das Land nie genug Notwendigkeit haben, deren Wirtschaft und Arbeitssystem umzukrempeln.

Natürlich wäre es erstmal hart, wenn solche Arbeitsplätze wegfallen würden. Aber langfristig könnte sich das Land Alternativen bauen und ganz neu entwickeln können? Ohne immer auf die mickrigen Preise fremder Abnehmer angewiesen zu sein.

SOFORT schossen mir tausend Dinge in den Kopf, die ich nun nicht mehr kaufen darf oder unterstützen sollte.
Nie wieder Zara? Nie wieder Amazon? Kein Handy mehr?!
Mir ist bewusst, dass ich das alles nicht schaffen werde. Nicht direkt ALLES. Nicht SOFORT.

Was soll ich tun?!!
Nach kurzer Verzweiflung kam mir folgender Gedanke:

1. SUPPORT YOUR LOCAL DEALER.

Vor kurzem war ich auf einem Festival, bei dem jeder zweite mit einer Penny-Tüte und diesem Slogan herumrannte. Gar nicht schlecht.
Du musst nicht direkt alles missen. Sondern Alternativen suchen. Lokale Alternativen.

Bei Essen ist das easy.
Bei Technik, Möbeln, Autos etc. ist das leider schon etwas schwieriger.
Die Auswahl wird VIEL kleiner und die Preise VIEL höher.
Und was am allerschwierigsten für MICH ist: Kleider, Schuhe, Taschen…?

Es tut mir Leid, aber wenn ich an Fair-Fashion denke, kommt mir als erstes ein Schlabbershirt mit aussagslosem Aufdruck in den Sinn. Doch bei all den Läden, in denen ICH meistens einkaufe, könnte ich eigentlich nicht guten Gewissens unterschreiben: Ja, diese Firma unterstütze ich.

Die Kette der Modeproduktion ist unheimlich lang und so UNDURCHSICHTIG, dass ich weder der größten Skandal-Schlagzeilen, noch irgendwelchen Organic-Cotton-Zertifiakten trauen will.

Und deshalb gefiel mir Punkt 2  NOCH VIEL BESSER:

2. BE A LOCAL DEALER

Wenn ewig lange Produktionsketten alles irgendwie schräg und unfair machen, dann müssen Menschen beginnen Alternativen zu schaffen. Seien das Obsthöfe oder Schuhmacher oder Geigenbauer. Hauptsache lokal.

Irgendwas klingelte in mir.
Ich BIN doch ein LOACAL DEALER?!

Ich meine, ich liebe Menashion ja sowieso, aber in dem Moment war ich so wahnsinnig stolz. Denn plötzlich stand noch viel mehr Sinn hinter allem.

 

Mission: Local dealer of fancy fashion.

Was dramatisch begann, endetet irgendwie lustig und zufriedenstellend. Ein bisschen hoffnungsvoll.

So, jetzt hast du einen kleinen Einblick in meine „recent knowledges“.
Jetzt aber zu den eigentlichen „LOCAL DEALS“.

Momentan entwerfe ich die neue Spring Summer 18 Kollektion und beschäftige mich ganz viel mit „classy meets sporty“.
Um dich ein bisschen an meinen Ideen teilhaben zu lassen, habe ich dir meine aktuellen Lieblingslook mit dem Draperie Rock No. 902 festgehalten.

Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie in meinem Leben Sneaker besessen. Ich dachte immer, das ist einfach zu sportlich für mich. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass die Kombi aus eleganten Teilen mit coolen Schuhen einfach ETWAS  HAT.

Diese Schuhe hab ich letztens in einem Vintage-Shop ergattert, weil sie mich extrem an die Bowling-Schuhe von Früher erinnerten.
Eine super coole Version davon macht auch das Berliner Brand ZEHA – ganz exklsuives Design und extrem hochwertig. Perfekt für unser Shooting im Café Lomo.
🙂

Ist das nicht eine fancy Variante von Polo Shirts?
Deine Meinung hierzu würde mich sehr interessieren, denn vieleiiicht plane ich so etwas für die nächste Kollektion. 🙂

Ein paar meiner Röcke sind noch zu haben und das BESTE: Unser SALE geht noch bis Oktober!
Deshalbe schnappe dir jetzt deinen Draperie Rock für 45€.
Mein Special: Es wird Herbst. Und Kürbisse sind ja toll – aber trockene Hände NICHT.

Bis zum 20.09. lege ich jeder Bestellung meine Lieblings-Lotion von Treacle Moon dazu! Freut euch drauf. 🙂

So verbleibe ich in der Hoffnung auf viele neue LOCAL DEALER, damit wir immer mehr davon SUPPORTEN können.
Wir sehen uns an unserer Fashionshow am 29.09, ich freu mich!!!

 

Feste Umarmung,
deine Ricarda

Die Wahnsinnsbilder sind wieder von der begabten Lilia Seidel // Lilia Seidel Photography

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