White Stripes in the Sun


Wie Helen Hulick den Dresscode völlig auf den Kopf stellt

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Die Tage werden länger und heißer. Die Outfits kürzer und luftiger. Doch um nicht das ganze Wochenende in langweiligen Jeansshorts herumzurennen, werde ich dir heute das sommerlichste Teil vorstellen, das meine Kollektion zu bieten hat:

Die Seidenshorts.

Rein aus persönlichem Interesse habe ich mich deshalb ein wenig tiefer mit der Historie der Hosen beschäftigt. (Modegeschichte birgt so viele Geheimnisse!)

Was ich hier fand, hat mich umgehauen.

Helen Hulick setzte 1938 ein Statement, was den Dresscode der Frauen für immer revolutionieren sollte – und das mit einer einzigen Hose. Was ist so rebellisch an einer Hose? – Hosen waren für Frauen ein no-go.

Schnappschuss

Dieses Foto ist von einem Ausflug im Jahre 1955. Wie kommt man auf die unlogische Idee, sogar beim Wandertag einen Rock und Wollstrümpfe zu tragen?! Schon etwas seltsam. Doch die Mode-Designer des 20. Jahrhundert spielten eine große Rolle im Prozess der Emanzipation – und immer mehr mutige Damen in Hosen trauten sich auf die Straßen.

Helen Hulick – die Hosenrebellin

Hierzu zählte auch Helen Hulick. Sie war Grundschullehrerin und seit ihrem 15. Lebensjahr trug sie NUR NOCH Hosen.

Mit 28 wurde sie vor Gericht gebeten eine Zeugenaussage zu machen. Als sie zum Verhör dann plötzlich in Hosen aufkreuzte, wurde der Richter fuchsteufels wild. So dürfe keine Frau eine Aussage machen! Die Anhörung wurde augenblicklich verschoben.
Am nächsten Tag solle Sie mit einem anständigen Kleid wiederkommen oder ihre Aussage werde nicht beachtet. Außerdem müsse sie im Falle der Nichtfolgeleistung mit einer gerechten Strafe rechnen, da sie bewusst gegen Anforderungen der Richter verstoße. (Trägt einfach Hosen diese Helen. Frech wie Oskar, stimmt.)
Der nächste Tag kam und was machte die junge Helen? “I’ll come back in slacks and if he puts me in jail I hope it will help to free women forever of anti-slackism.” („Ich werde in Hosen zurück kommen und wenn er mich ins Gefängnis wirft, hoffe ich, dass die Frauen dadurch für immer vom Hosenverbot befreit werden.“)
Und sie hatte Recht. Zack, keine Gnade – ins Gefängnis mit ihr. Die Menschen bekamen von dem Geschehen zu hören und das Gericht wurde mit hunderten Protest-Briefen geflutet.Im Grunde genommen hatte Helen einfach nur gegen einen „Dresscode“ verstoßen. Zwar dürfen wir heute Hosen tragen, doch irgendwie gibt es immernoch ständig Dresscodes und NO GO’s.Wer denkt sich so etwas eigentlich aus? Welchen Dresscodes muss ich Folge leisten? Und woher weiß ich überhaupt, was gerade angebracht ist? Um das Ganze etwas verständlicher zu machen, fasse ich dir kurz die drei größten Dresscode Arten zusammen:

1. Die Traditions-Dresscodes

Es gibt Traditionen, wie das Osterlamm zu Ostern. Aber neben Essenstraditionen, gibt es natürlich zu bestimmten Anlässen natürlich auch festgelegte Gaderoben.

  • Zur Royal Wedding von Kate und Willliam ist jede einzelne Lady mit Kopfschmuck und Hüten gekommen.
  • Eine Braut trägt ein weißes, langes Kleid.
  • Zur Kommunion tragen die Jungs einen schwarzen Anzug.

DAS IST EINFACH SO.

Diese Royal Ladies machen doch jedem Insta-Girl Konkurrenz?

Solche Dresscodes haben mein vollstes Verständnis. Nicht, weil ich mich der Versklavung einer unbekannten Autorität ohne kritische Hinterfragung beuge. (Gott bewahre) Sondern weil ich Traditionen MAG.

Warum? Man könnte es vergleichen mit einer Motto Party. An meinem letzten Geburtstag zum Beispiel gab es türkisches Essen und jeder musste im Orient-Look kommen. Das bockt doch einfach? Eine Tradition ist eine Motto-Party, die alle nice fanden und nun über Jahre hinweg durchziehen. Das hat meinen größten Respekt.

2. Der Anstands-Dresscode

Bei manchen Anlässen liegt KEINE Tradition oder ein niedergeschriebener Dresscode vor. Doch irgendwie müssen wir uns doch ganz genau überlegen, was hier angebracht wäre und was NICHT.

  • Für´s Büro muss ich einfach seriös sein und entsprechend aussehen.
  • Zu meiner Oma würde ich nie im Croptop kommen. (Bis vor ein paar Jahren habe ich mich nicht mal getraut Modeschmuck bei ihr zu tragen)
  • Ins Theater gehe ich nicht in Gartenklamotten.

Hier spaltet sich meine Meinung manchmal. Auf der einen Seite denke ich, dass Kleider oft Mittel zum Zweck sind: Wenn du festlich gekleidet bist, wird der Tag zu einem Fest. Wenn du seriös gekleidet bist, dann bist du mindestens für den ersten Moment seriös. Andererseits denke ich wenn ich mich verbiege oder anpasse, nur um niemanden auf den Schlips zu treten, dann läuft da etwas schief.

3. Die unausgesprochene Dresscodes

Ich weiß noch ganz genau, wie ALLE Jungs damals diese Hosen von Humör trugen, die so baggy waren, dass es aussah, als hättest du dein Klo-to-go dabei.

Das war ja so cool. Ich glaube ein anderes Wort dafür ist Gruppenzwang. Ganz krass ist das natürlich immer bei Teenagern und den Trends um dazu zu gehören. Aber auch wenn wir uns irgendwann erwachsen und selbstbewusst genug fühlen, da nicht mit mehr mit zu machen – unausgesprochene Dresscodes gibt es ÜBERALL.

Vielleicht ist es in deinem Golfclub wichtig, dass du ein kleines Kroko auf dem Polo Shirt trägst. Oder du hast kontinuierlich das Gefühl, dass deine Handtasche als dein Statussymbol teuer sein MUSS. Oder mindestens so aussieht.

Unterbewusst wissen wir, was die anderen sehen wollen (oder auch sollen). Hier wird die Ampel DUNKELGELB (haha, das sag ich immer, wenn ich mich wieder mal für meine Lichtgeschwindigkeit im Verkehr feier).

Wie versprochen, komme ich an dieser Stelle wieder zu der umwerfenden Hosen-Lady aus Los Angeles. Denn nach fünf Tagen harrypotterartigen Briefüberschwemmungen, musste der Richter nachgeben und Helen wurde freigesprochen. Natürlich hat sich Helen NICHT ins Gefängnis werfen lassen, weil sie einfach sturköpfig und oberflächlich ist und ein Kleid partout gegen ihr Modekonzept verstößt – Nein.
Sie wusste ganz genau, dass sie diesen Prozess aushalten will, damit nach ihr nie wieder einer Frau vorgeschrieben werden kann, was sie zu tragen hat. Es ging ihr um das Prinzip.

Ein paar Monate später durfte Helen wieder aussagen. Diesmal trug sie ein Kleid. Nicht weil sie musste. Sondern weil sie genau wusste, was sie erreicht hat. Nun musste sie niemandem mehr trotzen und das zeigte sie.

Auch wenn wir heute so ziemlich alles tragen können was wir wollen. Es gibt immernoch Dresscodes. Und wie ich oben schon gesagt habe, sind diese auf keinen Fall alle FALSCH. Ich WILL gar nicht gegen die Hutmode der Engländer protestieren (find’ die sogar ziemlich geil :D). ABER: Manchmal tun wir etwas NUR, um dazu zu gehören oder keinen schrägen Blick zu kassieren.

Das tun wir mit unsere Mode.  Und was noch viel schlimmer ist – das tun wir mit unserer Meinung.

Hinterfrage die „Das gehört sich so“s. Entweder es gibt einen Dresscode und du entscheidest dich bewusst dazu, ihm zu folgen, weil du es GUT FINDEST und du es GERNE MACHST. (BITTE geh nicht in Crocs ins Theater.)

Oder du stellst fest, dass du dich von diesem Gruppenzwang oder Dresscode auf keinen Fall unterkriegen lassen willst und dir selbst treu bleibst!

Das gleiche gilt für deine Meinung und Werte. Setze Statements. Stehe dazu! Hüte dich, den Mund zu halten oder dich zu verstellen, nur weil es hier unpassend sein könnte oder dort blöd ankommt.

DU hast die Hosen an.

Nach Helens Geschichte hat sich mein Blick auf Hosen völlig verändert. Deshalb bin ich umso motivierter dir nun MEINE (irgendwie jetzt total unspektakuläre :D) Hose zu zeigen.

Als ich diese Shorts entwarf, hatte ich nur riesige Streifen und die Farben Zitronengelb und Marineblau im Kopf. Ich maschierte dann voller Erwartungen auf die Munich Fabric Start (eine viel zu riesige Stoffmesse in München), jeden einzelnen Stand durchkämmte und KEINEN passenden Stoff fand – da hab ich meine Ideen auch schon hinter Gittern gesehen.

Bis ich kurz vor knapp diesen Produzent mit indischer Seide fand. 100m eigenes Design? Kein Problem. (Unter einem halben Kilometer bist du sonst NIE dabei.) So kam ich zu meinem doppelgewebten Jacquard aus Baumwoll-Seide – in Streifen, die jedem Sonnenstrahl Konkurrenz machen.

Als Oberteil trage ich meistens dieses cremefarbene Strickshirt. Doch letztens hat mir meine liebste Nina diese Bomberjacke geschenkt, die zufälligerweise GENAU die passenden Farben hat – UND nicht zu klobig ist (wie die meisten ihres gleichen).
Ich bin ja absoluter Gelb-Fan. Aber der maritime Klassiker Blau-Weiß ist auch ein Traum.

Sind diese Schuhe nicht der Hammer?

Das war eines dieser null egoistischen Geschenke, die ich meiner Schwester zum Geburtstag machte – natürlich ohne je diesen fiesen Hintergedanken zu haben, dass ich sie dann SELBST tragen könnte. 😀

In meiner Vorstellung sollte jeder, der meine Seiden-Shorts trägt ein riesiges Eis in einer knalligen Farbe in der Hand haben. Einmal, weil es farblich einfach so gut passt UND – weil dann wahrscheinlich ein heißer Sommertag ist und man so das Leben genießt.

AKTION

LEIDER kann ich dir kein Eis ins Päckchen legen.

ABER: Bis nächste Woche schenke ich dir zu jeder Shorts-Bestellung einen 5€ EDEKA Gutschein, womit du dir das kalorienreichste Eis, was der Laden zu bieten hat, gönnst.

um dir neben den Shorts auch dein Eis zu sichern.

Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. (Jesaja 41, 13 Bibel)

Feste Umarmung,
deine Ricarda

Den komplette Artikel über Helen findest du hier. Die tollen Fotos sind von Lou Fox.

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