Dream big, oh my dear.


Wie wir plötzlich in unserem ersten eigenen Atelier standen.

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Ich weiß noch, dass ich damals immer dachte, nachfolgende Generationen werden eines Tages meine verstaubten Memoiaren finden und dann ganz nostalgisch in den Abenteuern ihrer Ururgroßmutter schwelgen.

Letztens habe ich mal wieder in meinem ersten Tagebuch geblättert und gemerkt, dass meine Umsetzung wohl noch etwas ungeübt war.

Eintrag vom 7.4.2004: „Heute ist mein Hamster Pumuckel gestorben. Er war erst 3 monate alt. Ich habe geweint.“
– Ricarda, klasse Spannungsbogen– 1A.

Ich sehe es vor meinem geistigen Auge: 2104 n. Chr. – mein Tagebuch wird von zwei neugirigen Naseweis in einem verstaubten Regal gefunden und die Geschichten des legendären Nagetiers Pumuckel werden der gebannten Horde Kindern am Lagerfeuer vorgelesen, bevor das Museum für Modeschichte davon Gehör bekommt und es für einen Millionenbetrag in ihre Sammlung aufnimmt.

Äh ja. Wir werden sehen.

Die Art und Weise meine Gedanken aufzuschreiben hat sich mittlerweile zum Glück massiv geändert. Manchmal schreibe ich natürlich auch einfach unwichtige aber spannende Abenteur runter, aber meistens geht es um folgendes:

  • die besten Punkte aus Büchern
  • Gedanken aus Gesprächen mit inspirierenden Leuten
  • Zitate und Bibelverse die mir unter die Nase kommen
  • Mitschriften aus Reden
  • Träume, Ziele und Pläne

Mein Kopf ist immer voll. Und so kann ich Gedanken einfach gut sortieren.

Der Knaller der Woche

Diese Woche aber habe ich den eigentlichen Knaller entdeckt:

Auszug Eintrag vom 6.5.16:
“Persönliche Ziele:

  • Ich lebe in einer aufregenden Stadt
  • Ich habe Zeit für kleine Dinge wie backen, Kaffee trinken, …

Berufliche Ziele:

  • Ich habe ein eigenes Atelier, Menschen komme mich besuchen und kaufen meine Mode, immer gibt es frische Blumen und Kaffee.
  • … “

Dass ich das damals so konkret wollte, wusste ich gar nicht mehr?!
Jedenfalls war es für mich absolut ferne Zukunftsmusik.
Als ich nach Frankfurt zog, dachte ich erstmal, CIAO Atelier, das werd ich mir hier niemals leisten können.

Aber diese Notiz hat mich zum Schmunzeln gebracht.

Natürlich hab ich mich über mein erstes Atelier gefreut. Doch jetzt wo ich weiß, dass das ein ganz konkreter Traum ist, den ich schon vor 2 Jahren hatte und er nun wie durch ein Wunder eingetreten ist, fühle ich mich etwas überwältigt.

Träume und Ziele haben POWER. Sie aufzuschreiben und zu definieren ist also eine wahnsinnig wichtige Angewohnheit.
Nicht für deine Nachfolgen. Sondern für deine nachfolgende ZEIT.
Denn wenn du wieder mal über Veränderung oder die aktuelle Situation nachdenkst und siehst, wie du vor Jahren schon darüber dachtest – kann das so einiges leichter machen.

Aber nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen

WOHER HABEN WIR DENN JETZT ÜBERHAUPT PLÖTZLICH EIN ATELIER?!

Also.
Ich kam hier an und fand per Zufall raus, dass Frankfurt Künstler in vielerlei Hinsicht unterstützt.

Und wie?
Atelierräume mit günstiger Miete.
Die zu kriegen ist aber nicht so einfach. Initiativbewerbung unerwünscht. Nur Angebotspezifisch. Einen Tag vor einer Deadline fand ich ein Angebot für 5 freigewordene Ateliers im Bahnhofsviertel und schickte sofort eine Bewerbung. Als bei der Besichtigung ungefähr 50 Interessenten antanzten, bekam ich erstmal Schnappatmungen.
Chance: 1 zu 50 UND ich bin ja eigentlich kein „klassicher” Künstler…?

Nach einer Woche die Absage. Klasse.

Ich hatte Blut geleckt. Kein Atelier zu haben war plötzlich keine Alternative mehr. Ich besuchte zig Coworking Spaces – doch nichts passte.
3 Woche später ein Anruf. Kurzfristig sei doch noch ein Atelier freigeworden – ich war schon in der engeren Auswahl und nun könne ich doch noch einziehen. Aber sofort.

Menashion Team eskaliert.

WE GOT IT.

Und da sind wir.
Neben Messe in London und Co sind wir also fleißig am renovieren, haben Boden verlegt, Wände gestrichen, Sofas vom Sperrmüll gemopst, ein Kuhfell ausgerollt und an die 936 Links zu Tischen und Stühlen per Whatsapp verschickt. Schwiiiierige Entscheidungen.

Diese 18qm müssen ROCKEN.

Herausforderung: Wir sind im 4. Stock, Deckenhöhe 3m.
Glaubt mir, ich fühle mich mittlerweile bereit für den nächsten Biathlon, wenn ich daran denke wie oft und was ich dort schon hochgehieft habe.
(An alle zukünftigen Besucher: HAVE FUN! :D)

Nachdem der Boden drin war, fuhr ich als ALLERERSTES nach Gau-Algesheim, plünderte das gesamte Lager und brachte meine Kleider ENDLICH wieder in meine Nähe.

SO beschäftige ich mich wieder mit jedem einzelnen Stapel und hab mich entschieden, euch diesmal diesen Liebling vorzustellen:  das Draperie Kleid.

MY EVERLASTING LOVE.

Das Draperiekleid No. 700

Keines meiner Designs hat eine so lange Geschichte, wie dieses.
Vor 5 Jahren trug ich die erste Version spazieren und bin so verliebt in die Drapierung, den tiefen Rückenausschnitt und die lange Knopfeiste, dass es unbedeingt weiter leben musste.
Man könnte sagen, hier wird das Gelbe vom Ei der Gründerzeit mit frischem Wind von heute vereint. Damals war ich ein riesen Fan von der Serie EMMA und hellauf begeistert von den ausgestellten Röcken und Turnüren – also her damit.

Mittlweile sind die Knöpfe farblich dem Oberstoff angepasst, mit gold hinterlegt und der Saum mit schwarzer Samtborte verziert.
Ich habe kein Kleid, dass sich so vielseitig kombinieren lässt, wie dieses. Bluse drunter, Strumpfhose ja/nein, sommerlich, festlich, lässig mit Sneaker, schicker mit Pumps, Stiefel,… Es passt quasi IMMER.

Diesmal wollte ich den Fokus vorallem auf den Rock legen. Sommer ist es ja noch nicht, deshalb lange Ärmel.

Dieser Trick funktioniert übrigens bei so manchen Kleidern. Ein kurzgeschnittenes Langarm Shirt zulegen und drüber ziehen. Tada, ein neuer Rock.
Der Taillengürtel schließt das ganze optisch nochmal ab und setzt den Abschluss.

Ihr Lieben, Ostern steht vor der Tür! Wenn du also noch ein elegantes Frühlings-Kleid suchst oder nun unbedingt diesen Layerlook ausprobieren möchtest – BUY NOW OR CRY LATER! (haha, leider nicht mein Spruch, trinke gerade aus einer Tasse mit diesem Aufdruck… :D)

Denn bis Ostern schenken wir dir 10€ auf den Kauf deines Menashion Kleides. Der Versand ist natürlich kostenlos.
Gib dafür bei der Bestellung den Code “#dreambig10” ein – der Betrag wird dir automatisch abgezogen! 🙂

Viel Segen und feste Umarmung,

Deine Ricarda

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2 Kommentare

  1. Wundervoll geschrieben! Ich habe den Blog verschlungen und dauernd geschmunzelt 🙂 Habe das Kleid schon, sonst hätte ich es mir gekauft. Es ist WUNDERVOLL!!!!

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