Efficiency vs. chill time


Challenge: Wann darf und wann MUSS ich eine Pause machen?!

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Guten Morgen!

Ich tendiere dazu, Dinge aufzuwiegen.
Manchmal ist das super und sehr fair, manchmal auch anstrengend.
Oft vergleiche ich zum Beispiel irgendwelche Kosten mit einem materiellen Gegenwert:

2€ = 1 Kaffee
5€ = ein Glas Wein
50€ = ein paar Schuhe
1000€ = 1 Monat Südamerika
usw.

Ich halte also bspw. meine Fahrkarte in der Hand und trauere meinen zwei Kaffees hinterher, die ich mir davon hätte kaufen können. (Ja, diese Angewohntheit kann nerven, aber ich bin schon viel besser geworden!)

In der 7. Klasse hatte das ganze den Gipfel erreicht.
0,25€ = 1 Laugenbrötchen bei LIDL neben der Schule.
Andersherum funktioniert es natürlich auch:
1 Pfandflasche = +0,25€

Schlussfolgerung:
1 Pfandflasche = 1 Laugenbrötchen.
Katsching! Großartige Bilanz – dachte ich mir.

Meine beste Freundin Izzy und ich sahen schwarze Zahlen in dem Konzept. (Ich hatte wohl schon damals einen Riecher dafür.)
Ab dann landete jede Pfandflasche, die in der Schule vergessen wurde, landetete in unserem Beutelchen.
In der nächsten Freistunde spazierten wir damit zu Lidl und kauften uns ein ganzes PICKNICK davon.
Bilanz:
1 Beutel Pfandflaschen = 1 Picknick in der Freistunde.

Wir haben uns so independent gefühlt, ihr glaubt es nicht. In Gedanken haben wir uns wahrscheinlich schon längst alleinwohnend in den Wolkenkratzern NYC´s gesehen – überlebend durch Picknicks von Lidl.
Wer braucht schon Eltern, ich kann mir mein eigenes Picknick leisten!?
Haha. Es war so cool.

Warum ich das so cool fand?
Ich liebe es, wenn sich Kreise schließen, wenn etwas klappt und Frucht trägt.

Ich liebe EFFIZIENZ.

An sich keine schlechte Angewohnheit.

Doch, an alle Effizienz-Verfechter: Wir bewegen uns oft auf SEHR DÜNNEM Eis.

„Jede freie Minute muss genutzt werden!“
Das klingt jetzt toll, aber eigentlich heißt das vorallem, dass ich Minuten doppelt und dreifach nutzen will, einfach nur um der Effizienz Willen und die Minute im Enddefekt GAR NICHT nutze, weil ich keinen FOKUS habe.

Das ist eine Tragödie!
Du tippst an der roten Ampel am Handy und verpasst den Einsatz, du hörst nicht richtig zu, weil dein Kopf schon längst wo anders ist, du schmeckst dein Essen nicht, weil du Emails checkst.
Na Bravo!

Hattest du mal eine Uhr, die viel schneller tickte als eine andere?
Hoffentlich nicht. (Und wenn doch, war es die deiner Urgroßmutter oder du hast sie umgehend zurück gegeben!)
Bestimmte Dinge gehen nicht schneller oder parallel oder effizienter.

Alles braucht seine ZEIT.
Vorallem eines: Pause.
Hö?

Ihr kennt die Schöpfungsgeschichte. Gott schuf Himmel und Erde in sieben Tagen.
Hast du dich mal gefragt, warum Gott am 7. Tag PAUSE machte?
Mir würde das total gegen den Strich gehen: Du hast sieben Tage Zeit eine Welt zu bauen und dann ruhst du dich einfach EINEN GANZEN TAG aus?!
Was hätte man da noch alles kreieren können!
Vielleicht könnten wir Menschen dann nicht nur gehen, sondern wenigstens fliegen, vielleicht gäbe es eine weitere Farbe, vielleicht gäbe es nicht nur Meere voll Wasser sondern Meere voll Grauburgunder? Was hätte geschehen können!

Und warum wird dieser Pause Tag überhaupt genannt?

Wenn ich meiner Freundin von letzter Woche berichten würde, muss ich nicht dazu sagen, dass ich Montagabend nur GECHILLT habe?

Tja warum.
Weil es RELEVANT ist.
So relevant, dass es im Prozess der Schöpfungsgeschichte genannt wird.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Ricarda, viel hätte sein können, viel hättest du tun können.
Aber genau in den Zeiten, in denen viel los ist, ist es so wichtig, dass wir uns Pause nehmen.
Und zwar richtige Pause. Bewusste Pause. Pause, in der wir zu uns kommen. Unsere Gedanken baumeln lassen, uns besinnen.
Am besten einen ganzen Tag, wenigstens einen halben.
Wichtig: Es geht nicht darum generell weniger zu arbeiten. Es ist okay, viel zu tun. Aber ohne Pause fehlt genau das in unserem Tun, was wir eigentlich wollen: die Effizienz.

Denn sonst? Sonst erleiden wir wahrscheinlich irgendwann eine Schockstarre, von all den Inputs und Einflüssen die NONSTOP auf uns niederregnen.
Nein wirklich. Eine Blume darf nicht immer gegossen werden. Sie ertrinkt.
Manchmal muss man einfach Sonne tanken.

Wusstest du, dass der „Sabbat“, also der Pause-Tag sogar als Gesetz geschrieben steht?
Genauso ein Gesetz, wie nicht Lügen, nicht Stehlen, etc.
Verrückt.

So – kapiert habe ich das.
Meine Umsetzung ist leider noch nicht die Beste.

BUT WE WILL WORK ON IT.

Meine Pause sollte natürlich nett und gemütlich sein, aber vorallem eines beinhalten:

  • Kein Handy, kein Laptop (=keine Mails!)
  • Tue nichts, bis du das Gefühl hast, Langeweile zu verspüren
  • Dann sortiere deine Gedanken, schmeiß Gedanken raus, die dich nicht beschäftigen sollten
  • Und jetzt lässt du neue Gedanken zu. Hierbei kannst du dir entweder Inspiration von außen holen oder dich selbst „inspirieren“ (durch Fragen, Gedankenanstöße, etc)

Watch out: Wenn deine Pause immer untergeht – PLANE sie als Termin ein. (Falls du nicht weißt wie: Nimm einen Stift, schreib es in deinen Wochenplaner, oder tippe es ein. Buchstabiert ist es P.A.U.S.E. )

Wahrscheinlich eignet sich der Frühling hierfür gar nicht verkehrt.
Und ich wäre dir sehr verbunden, wenn ich mir dieses Ziel nicht alleine setze… wir sollten uns gemeinsam dazu pushen! YOU GO GIRL! (Auch du Ricarda.)

So viel Pausen-Inspiration, kommen wir zur MODE (Ebenfalls relevant :D) – Denn bei dem Thema Pause, habe ich mich diesmal für etwas sehr gemütliches, sehr lässiges und doch elegantes entschieden.

Ich hatte diesmal Lust, auf ein wenig „anders“. Auf ein wenig „so sonst nicht“.
Eigentlich find ich an der Ballon-Ärmelbluse vorallem toll, dass du einfach nur eine schwarze Jeans brauchst, das Ding drüber ziehst und schon super fancy aussiehst. Sie spricht einfach für sich.

Aber da geht noch mehr.
Zwei total verschiedene schwarz weiße Muster ist zwar nicht alltäglich, aber sehr COOL wie ich finde.

Diese Marlene Hose aus Wollstoff im Hahnentritt Muster ist echt Vintage und momentan öfter außerhalb, als innerhalb meines Kleiderschrankes. Love IT.

Eine Kette ist manchmal etwas viel bei dem Samt-V und dem Muster.
Eine Brosche hingegen – mega.
Das hier ist eigentlich ein Anhänger einer Kette, den ich einfach mit einer Sicherheitsnadel von innen ans V geheftet habe… Funktioniert natürlich auch mit jedem anderen Anhänger.

      

An meiner Bobo (Spitzname meiner Schwester) sieht die hellblaue Bluse auch ganz entzückend aus, oder?

So, genug Input. Nun wünsche ich dir eine großartige Oster- und Frühlingszeit.
Ich freue mich über alle Berichte deiner Pausen-Planungen oder Looks mit Ballonärmelbluse.

Hier gehts direkt zur Ballonärmel-Bluse. <3

Feste Umarmung,

Deine Ricarda

 

Die großartigen Fotos sind von Lilia Seidel. (http://liliaseidel.com)

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2 Kommentare

  1. Liebe Ricarda,
    ich bin begeistert – immer wieder von Deiner klassischen, authentischen Mode, die Sie kreieren ! Nachdem ich im letzten Jahr eines dieser wunderbaren Capes erstanden hatte, würde ich mir gerne
    noch weitere edle Teile zulegen. Leider trage ich aber Größe 44/46. Gibt es daf+r eone Lösung.
    Den Blog und die Gedanken zur Wichtigkeit der Pause finde ich prima !
    Herzliche Grüße – und ein “weiter so !”
    Susanne

    1. Liiebe Susanne!!!

      Wie lieb deine Worte sind! Ich freu mich, dass du diesen Stil auch so feierst wie wir.
      Ja, leider haben wir noch keine gute Größen- oder Farbauswahl… aber wenn dir ein Teil gefällt, schreib doch gerne mal. Natürlich kostet es etwas Aufschlag, aber dann fertigen wir auch Einzelteile an 🙂
      Vielleicht klappt das ja mal!
      Liebst,
      Deine Ricarda

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